Auf die Idee uns einen Camper zu Kaufen oder selbst auszubauen,  kamen wir 1990. Schon Jahre vorher hatten wir einmal einen Pauschalurlaub gebucht. Irgend wie fühlten wir uns eingeengt und nicht flexibel bei dieser Pauschalreise. Und so vergingen die ersten Jahre mit Urlaubsreisen mit unserem PKW in europäische Länder. Dann kam das Interesse am Windsurfen, aber im Frühjahr und im Herbst sich dann draussen in der Kälte umzuziehen, brachte uns auf die Idee uns einen kleinen Bulli zu kaufen.

Damals Anfang der 90er Jahre gingen wir auf die Suche nach einem gebrauchten Camper, aber alles sagte uns nicht zu. Wir kamen günstig an einen 15 Monate alten Fiat Ducato 14 Hochraumkastenwagen. Viele Planungen für den Grundriss  unseres Ausbaus wurden verworfen, bis das Optimale für zwei Personen fest stand. Informationen über Ausbauer und Materialen wurden besorgt und es ging dann an die Arbeit. Die Firma Hallack aus Kiel, besonders Thomas Scala gab mir immer so präzise Tip’s. An dieser Stelle an Thomas ein großen Dank !

Im August 1991 war der Wagen soweit fertiggestellt, das eine L-Sitzecke im Heckbereich (gleichzeitig Liegefläche) und der Küchenblock fertiggestellt worden ist. Unser ersten Camper Urlaub führte uns für 4 Wochen nach Sardinien.

Anfang 1992 wurde dann das Fahrzeug vollkommen fertig gestellt.

Für uns war das Fahrzeug ein sehr interessanter Freizeitausgleich, einfach mal ein Wochenende wegfahren und entspannen. In den folgenden Jahren bereisten wir viele Länder wie, Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande, Frankreich, Belgien, Tschechien, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Griechenland und die Türkei.

Das Fahrzeug wurde als reines Sommerfahrzeug genutzt, d.h. von Ende Oktober bis Anfang April hatte er sein Winterlager bei einem Bauern in der Umgebung von Kiel in einer trockenen Scheune.

Gerade in den letzten Jahren stellten wir besonders in Frankreich und Italien fest, das dort sehr viele Camper und Wohnmobilstellplätze in ausgezeichneter Lage vorhanden waren. Man fühlte sich autark und unabhängig von den Campingplätzen, zumal dort meist Entsorgungsmöglichkeiten meist kostenlos oder gegen geringes Entgelt vorhanden waren.

Mitte der 90er Jahre boomte die Reisemobilbranche, auch Freunde von uns kamen auf den Geschmack. Oder wir lernten auch eine Menge Leute mit Fahrzeugen kennen. Man plante gemeinsamen Urlaub oder Wochenenden und fuhr dann auch zusammen weg.

 

Die Zeit verging, man besuchte Caravan-Messen und unser Fahrzeug kam in die Jahre. 1997 entdeckten wir auf einer Messedie Firma Carthago und das gleich morgens am ersten Messetag. Solch ein Fahrzeug sollte dann einmal unser Nachfolger für unseren Ducato werden. Fahrzeuge der Firmen Bürstner, Frankia, und Flair kamen auch in Frage, aber immer wieder zog es uns zum Carthago Mondial 41 R. Der Grundriss schien für uns beide das Optimum für 2 Personen zu sein.

Auf unserer Urlaubstour im Mai 2001 auf dem Weg in die Toskana, gerade mal 65 km weit weg von Kiel machte unser Ducato vom Motor her ungewohnte Geräusche und wir brachen, die Fahrt ab. Der ADAC Pannenhelfer konnte nichts prognostizieren, das Geräusch blieb. Wir kehrten nach Kiel zurück und riefen einen sehr guten Freund an. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Fahrzeug in seine Werkstatt. 200 Meter vor der Werkstatt war es dann soweit ! Lagerschaden !

Spontan stellte er uns seinen Hobby 600 zur Verfügung und unser Urlaub war gerettet. Nach dem Urlaub wurde der Motor komplett überarbeitet. Gleichzeitig entdeckten wir einen Carthago Monidal 41 R. Wir konnten das Angebot nicht ausschlagen, und kauften Ihn.

Unser Ducato wurde dann endlich am 27.12.02 nach Hamburg verkauft und wir wünschen dem neuen Eigentümer mit Ihm sehr sehr viel Spaß und Freude, so wir er es uns beschert hat.