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Donnerstag 04.08.05
Der letzte Arbeitstag, Feierabend und nach Hause, die letzten Tätigkeiten bevor Susanne nach Hause kam und wir hatten uns zum Ziel gesetzt ohne große Umschweife auch nicht viel
später loszufahren. Gegen 19:00 begann der Ritt. Über die A1 schafften wir es noch bis kurz vor Dortmund. In Werne am Sole-Thermalbad fanden wir eine Übernachtungsmöglichkeit.
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Freitag 05.08.06
Eigentlich der erste Urlaubstag, aber es sollte der Tag des Fahrens werden. Nach ausgiebigen Frühstück kamen wir gegen 09:00 Uhr vom Sole-Thermalsbad in Werne los. Anschließend
auf die A46 Richtung Düsseldorf, dort brauchten wir für die nächsten 6 km fast 3 Stunden. Ein ausgebrannter LKW war die Ursache. Bei Aachen über die Grenze nach Belgien und schon setzte der Regen ein. Geplant war die
Autobahnroute durch Frankreich zu nehmen. Susanne arbeitete kurzerhand eine andere Strecke über die N2 nach Paris aus. Noch ein kurzer Einkaufs- und Tankstopp in Belgien und dann ging es rein nach Frankreich. Ich wollte
noch unbedingt an die Loire, nicht gerade einfach diese Vorhaben. Aber gegen 21:00 Uhr war dieses auch geschafft. Wir fuhren durch Orleans aber leider war hier kein Stellplatz zu finden. Dennoch nach intensiven Lesens des
Reiseführer fanden wir einen netten Platz direkt an der Loire in Beaugency.
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Sonnabend 06.08.05
Morgens bin ich etwas früher hoch zum Brötchen holen. So kann man immer mal eine fremde Stadt erkunden. Gegen 07:20 Uhr war noch alles ziemlich ruhig. Dennoch schien Markt zu sein,
und einige fliegende Händler fanden sich ein. Auch der wunderschöne Ort sprach mich an, doch wieder einige Urlaubszeilen zu schreiben. Bei Croissants und Brioche genossen wir unseren Kaffee und Tee. Anschließend ging es per
Pedes wieder in den Ort, anscheinend hatte ich Susanne neugierig gemacht. Das stimmt auch, wir beide hatten beim Bummeln wieder mal sehr viel Spaß.
Für Abends wurde noch eine Stange Baguette und ein kleiner milder Ziegenkäse eingekauft.
Zurück am Womo wurde die BMW vom Trailer geholt und ersteinmal gründlichst gereinigt, denn sie sah durch die Regenfahrt doch sehr schmuddelig aus. Anschließend pellten wir uns unsere Mopedkalmotten über und wir befuhren
einige Schotterpisten direkt an der Loire entlang, ein wahrer Wohlgenuss. Hier und dort durch die kleiner Flussdörfer bevor uns die Hauptstrasse nach Blois wieder hatte. Ein Spaziergang hoch zum Schloß von Blois
(Besichtigung ist 23 Jahre zuvor erfolgt), hier und dort ein bisschen verweilen und dann in die Fussgängerzone. Hier suchten wir uns eine kleine Bar und verweilten beim Cafe au Lait. Die Weiterfahrt führte uns nach Chambord.
Einfach mal wieder sehen, was in 23 Jahren passiert ist. Aber eigentlich nichts, nur das 1000sende von Besucher dort waren. Von dort aus brachte uns die Dakar nach Orleans. Die Kathedrale war dort unser Ziel. Auch hier ein
ausgiebiger Bummel bevor es uns per Stau zu unserem Womo nach Beaugency brachte.
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Sonntag 07.08.05
Ein frühes aufklaren brachte uns in einigen Stunden nach La Rochelle, nach über 6 Std. Fahrt kamen wir müde in La Rochelle an. Der von uns gesuchte Stellplatz am Porto les Mimines
war nicht mehr in Betrieb und so fanden wir aber einen anderen Platz in unmittelbarer Nähe. Nach Espresso und Kuchen erkundeten wir die Gegend und tatsächlich machten wir noch einen Rundgang durch die Stadt.
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Montag 08.08.05
Das Wetter war prima, und wir entschlossen uns kurzerhand eine Motorradtour zu machen. Als Grundlage nahmen wir eine Tour aus dem Reiseführer. Einfach mal in das Hinterland von La
Rochelle. Zuvor mussten ich mir einfach noch mal alte Erinnerungen meine Marinezeit in den 80er Jahren zurück holen, als wir mit dem Trossschiff Offenburg und vielen Schnellbooten und Tendern zum Flugkörperschiessen in La
Palice (Industriehafen La Rochelle) lagen. Susanne und ich fuhren raus, irgendwie als wenn die Zeit stehen geblieben war, alte Erinnerungen kamen wieder hoch. Auch hier wurden einige Aufnahmen in den Schleusen und im alten
U-Bootbunker aus dem 2. Weltkrieg für den Film „Das Boot“ gemacht. Das war die Vergangenheit und hier ruft uns die Gegenwart. Über die D10 gelangten wir nördlicher nach Lucon. Eine wunderschöne alten Kirche galt es
zu bewundern, und tatsächlich ein kleiner Augenschmaus. Weiter über D949 machten wir einen Abstecher nach Auzay von dort fanden wir den Weg nach Fontenay le Comte. Hier fanden wir wiederum eine schöne alte Kirche und eine
fazinierende Altstadt vor. Leider fanden wir die sogenannte Fontäne nicht, allerdings war es auch ein bisschen schlecht im Reiseführer beschrieben. Ehrlich gesagt, war es auch ein bisschen zu heiss, um bei über 30°Grad in
Motorradstiefeln und Hosen durch die Gegend zu laufen. Also zwecks Abkühlung wieder auf die BMW über die N148 bis wir Benet erreichten, dort linker Hand weiter bis Coulon. Hier beginnt eine wundervolle Gegend mit
vielen Kanälen durchzogen ! (angeblich 7000 km Kanäle). Eine Märchenlandschaft machte sich vor unseren Augen auf, genussvoll tuckerten entlang der Kanäle nach Arcais. Eine kleine Cafe au Lait Pause mit Crepes mit Butter und
Zucker oder einen Crepes mit Karamel, das alles direkt im Ort mit Blick auf eine Vermietstelle von diesen Booten. Unter uns die Strasse mit den vielen Wanderen, Fahrradfahren und anderen Leuten.
Leute, das ist Urlaub !
Weiter entlang der Sevre und ihren Kanälen kamen wir zum letzten Ort unserer Tour nach Damvix, hier sollte ein netter Stellplatz direkt am Anleger sein, auch hier wieder einmal
vergebens. Trotzdem hat der Ort sehr viel Flair. Von dort aus ging es wieder Richtung La Rochelle, ein kleiner Einkaufsstop beim Carrefours sorgte für ein abendliches nettes Essen.
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Dienstag 09.08.05
Einfach ausgeschlafen, die Sachen gepackt, ent- und versorgt und wieder auf die Strasse. Unser Ziel war Rochefort, wir hatten die Zeit ein bisschen verdaddelt und kamen natürlich wieder mal gegen
12:00 Uhr dort an. Die Geschäfte war im Begriff zu schliessen. Allerdings war noch Markttag und wir konnten vieles frisches Gemüse einkaufen.
Das Ziel unserer Fahrt sollte die Ile d’Oleron sein, hier hatten wir uns ein paar Stellplatzmöglichkeiten an der Nordostküste ausgesucht. Von Marennes aus hatten wir gleich Stau, es waren
Unmengen von Touristen wie wir auf den Weg auf die Insel. Wie soll das nur werden, bestimmt ist alles übervoll und wir mit dem langen Gespann. Von St. Denis fuhren wir dann direkt an der Küstenstrasse entlang, um die
beschriebenden Stellplätze zu finden, was fanden wir vor ? Naja, überall nur 2 Meter Durchfahrten, die noch ziemlich neu zu schienen sein. Immer wieder und jeder kleine Parkplatz war so gegen Wohnmobile gesichert. Wohin
sollten wir nur ? Auf nach Boyardville, da ist ein offizieller Stellplatz, aber dieser war voll, nächste Alternative war der Campingplatz Muncipal, auch hier die gleiche Sache, einfach voll !
Also wieder zurück nach St. Pierre und an die Nordspitze nach St.Denis, hier handelten wir gleich, und fuhren auf den Campingplatz Muncipal. Mit viel Glück bekamen wir noch einen Platz für eine
Nacht. Der Preis war mit 19.00 Euro all included angemessen. Wir merkten schnell, das wir uns nicht wohlfühlten, überall Lärm. Aber für eine Nacht reichte es eben.
Die Dakar wurde noch mal Fahrbereit gemacht um die Gegend zu erkunden. Wir befuhren die Westküste der Insel bis nach Chauvre, fanden hier auch gleich zwei Stellplätze direkt an der Steilküste,
mit viel Glück könnten wir dort einen Platz am nächsten Tag bekommen.
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Mittwoch 10.08.05
Nach dem Frühstück wurde unser Gefährt wieder Abfahrfertig gemacht und hofften insgeheim darauf, das noch ein Platz auf einen dieser Stellplätze zu finden sei. Siehe da und wir
hatten Glück ! Eine kleine Strasse, ein Rasenstreifen, die Steilküste und wenige Meter von uns war das Meer. Zu Fuss marschierten wir allerdings gute 45 Minuten zum Sandstrand. An diesem Tag bei 32°C war einfach Baden
angesagt. Aber irgendwie waren hier noch die Eiswürfel im Wasser geblieben, ganze 17°C Wassertemperatur. Aber einmal oder zweimal untertauchen zum Abkühlen war schon notwendig bei diesen Temperaturen. Der Rest des Tages kam
der Erholung zu Gute. Naja sehr leckere Schnecken aus dem Backofen mundeten uns Abends zum weißen Bordeaux.
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Donnerstag 11.08.05
Wieder wurden wir durch die ersten Sonnenstrahlen geweckt. Nach dem Frühstück wurde das Motorrad klar gemacht und wir sprangen in die Klamotten. So war geplant den südwestlichen
Teil der Ile d’Oleron näher zu erkunden. Gerade der Grand Plage bei St. Trojan sollte genauer unter die Lupe genommen werden, aber leider versprach der Reiseführer des Womo Verlag zu viel, sicherlich nicht mehr auf dem
neuesten Stand. So kehrten wir der Gegend schnell den Rücken zu. So wählten wir als Alternative das andere Ufer, also mussten wir auf das Festland zurück und bogen dann bei Marennes rechter Hand ab und querten die Seudre
nach Bonce les Bains und fuhren weiter durch den Forest de la Coubre in Richtung Strand. Ein Teil wurde nicht in dem Womo Führer beschrieben und wir nutzten die Gunst der Stunde zwecks Erkundung.
Nach ca. 4km nach dem Ort kam der erste Waldparkplatz, hier und dort standen die ersten Wohnmobile, einer buddelte seinen gerade wieder aus, was uns sagen liess, das der Untergrund
doch sehr sandig ist. Also weiter und wieder die nächste Möglichkeit rechts rein, eine lange Stichstrasse brachte uns zu einen großen Parkplatz, der bis an die Dünen am Strand führte. Auch hier standen wieder einige Womos
und verbrachten den Tag und vielleicht auch die Nacht ?
Die BMW tuckerte dann mit uns weiter nach La Palmyre, auch dort ein Stellplatz der uns aber nicht zu sagte. Eine Cafe au Lait Pause unten am kleinen Hafen diente der Entspannung. Man
merkte gleich das Hochsaison und Ferienzeit ist. Der Zoo in der Stadt (wohl nicht gerade unbekannt!) war ein Anziehungspunkt und dementsprechend waren die Strassen auch verstopft. Uns zog der Weg Richtung Royan und von dort aus
zurück über das Inland bei Breuillet und weiter nach La Tremblade.
Nur die Neugierde zog uns in den kleinen Fischerort und diese sollte auch belohnt werden. Uns kam die Idee mal so eine kleine Meerestierplatte zu konsultieren, aber mittlerweile war
es schon nach 15:00 Uhr und keiner der kleinen Läden bzw. Restaurant am Hafen wollte uns mehr als Gast haben. Nur eine kleine nette Bude, aber mit irgendwie Ambiente, an der wir schon vorbeigefahren sind und troztdem wieder
umdrehten wollte uns haben. Ein netter Wirt bejahte uns Auskunft und ganz schnell parkte unsere BMW vor der Tür und wir nahmen Platz. La Cabane Bleue und deren spezifische Muschelplatte hatte es uns angetan. Uns sind ja so
einige Meeresfrüchte bekannt, leider können wir bis zum heutigen Zeitpunkt nicht sagen wie die alle heißen. Aber sie schmeckten uns besonders gut. (Restaurant-Tip, 7 von 10 kl. Carthago’s).
Gut gestärkt begaben wir uns wieder in die 33°C Grad warme Hitze. Selbst der Fahrtwind brachte keine Linderung. Über die Brücke zurück zur Ile d’Oleron und gleich wieder wenn
man auf die Insel kommt links zum Port les Salines, eine kleines Museum, was die Salzgewinnung in dieser Gegend wieder spiegelt. Dann aber auf direkten Weg zurück in die Nähe von St. Denis, unterwegs noch kurz ein Stop beim
Gemüsehändler, die man hier öfter auf den Strassen neben den Feldern antrifft.
Abends am Tisch beschlossen wir, am nächsten Tag früh aufstehen um diesen Parkplatz im Forest de la Coubre aufzusuchen.
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Freitag 12.08.05
Früh um 06:15 Uhr klingelte der Wecker, schnell eine Katzenwäsche, das Womo ausgeparkt, den Anhänger hinten dran und rauf auf die Hauptstrasse und gegen 07:00 Uhr war sie wirklich
noch leer. Genussvoll und ohne jeglichen Staus ging es von der Insel runter, direkt nach der zweiten Brücke über die Seudre kam auf der rechten Seite eine
Ver- u. Entsorgungstation. Kurzerhand mal das Fahrzeug frisch gemacht und weiter, denn wir wussten ja wo es hingehen sollte. Es standen dort einige Womos.
Zwei fielen uns gleich auf, irgendwie mit dem Kennzeichen BL beginnend, drinnen war Ruhe, als wenn alles schlief, und draussen sah es aus wie Sodom und Gmorra. Als wenn die Damen
und Herren dort eine richtige Party abgezogen haben. Stühle, Tische, Markise, der Tisch voller Flaschen und Gläsern, der Müll auf dem Boden, wieder einmal zeigen die Deutschen hier im Ausland, wer sie sind ! Muss das denn
wirklich sein und kann man sich nicht ein bisschen an gewisse Sitten halten ?
Nach dem Frühstück zog es uns an den Strand, es war zwar sehr warm, aber der Wind war so heftig, das wir in die Dünen ausweichen mussten. Dennoch fühlten wir uns dort
gesandstrahlt. Gegen 13:30 Uhr kamen wir zurück zum Womo. Nach einer kurzen Pause radelten wir mit den Moppenbikes’s nach Bonce les Bains. Ein wirklich sehr guter ausgebauten Radweg mit redlichem Verkehr per Pedonale kam uns
Richtung Strand entgegen.
Der Ort selbst gibt nicht viel her und ist daher von uns nicht von Bedeutung. Es ist nur gut zu wissen wo man in den nächsten Tagen sein Brot bekommt.
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