Sonnabend 13.08.05 

Wieder ein wundervoller Strandtag, hier gibt es nichts zu berichten, denn wir haben diesen Tag einfach als Ruhetag deklariert.

Sonntag 14.08.05 

Eigentlich wollten wir noch einen dieser Ruhetage anknüpfen, doch schon morgens im Bett wurden wir unsanft von vielen vielen Regentropfen geweckt. Also Aufbruchstimmung, schnell noch einige Urlaubsfotos vom Strand, bevor uns es weiterzog. 

Wir wollten es bis Bordeaux schaffen, aber mal sehen wie es werden sollte. Zuerst fuhren wir über La Tremblade, um noch mal die leckeren Muschels (Bulots) in dem Restaurant zu essen. Aber hier sollte es anderes kommen. Hier war selbst am Sonntag alles geöffnet, selbst die Markthalle und andere Läden waren offen. Erstmal besorgten wir uns Holzofen baguettes, und diese mal wirklich ganz frisch aus dem Ofen. Danach, zur Touristinformation, um ein Blatt über die Köstlichkeiten dieser Gegend zu finden. Wenn man Glück hat findet man so einige Tips und Rezepte, die man gerade brauch. Heute wollten wir kuzrentschlossen die Bulots selber zu bereiten, aber wie sollte den Sud sein, in dem wir sie kochen. So hatten wir Glück und fanden eines für Miesmuscheln und das sollte dann abends für die Bulots her halten. Hier 1kg Bulots, dort noch Porree, da ein paar Kräuter und Wein und schon hatten wir die Einkauf hinter uns. 

Über das Hinterland gelangten wir wieder an die Küste und das hinter Royan. Wundervolle Küstenlandschaften direkt an der Gironde, ein kleiner Fischerort lud uns zum Kaffeetrinken ein und wir beiden verschnauften uns erst mal, denn mittlerweile waren die Temperaturen wieder über 30°C. Unser Carthago brachte uns bis Blaye und unterhalb der Zitadelle fanden wir direkt an der Gironde einen Stellplatz.

Hier sollte man nicht ein Rundgang versäumen, zudem noch kostenlos kann man sich hier über einiges aus vergangenen Epochen erlernen lassen. 

Leicht ermüdet machten wir uns an unser Superessen mit den Bulots. Es bedarf alles ein bisschen Vorbereitungsphase aber der Abschluss in Form des Essen war ein Traum. Ein wahrer Wohlgenuss dieser Meeresfrüchte, gekrönt wurden dieser mit eine Muscadet sur Lie.

Montag 15.08.05 

Wieder einmal früh hoch, heute war Bordeaux in das Visier genommen worden. Die Sachen gepackt und die BMW brachte uns über die Weinregion Blayze nach Bordeaux. Ich bin da ja eigentlich mit gemischten Gefühlen hingefahren und war dennoch um so mehr überrascht. Eine Stadt die man sich wirklich ansehen sollte. Per Pedes machten wir laut unseres Reiseführers ein Rundgang, man kann nur sagen das sich dieser gelohnt hat. Vorbei an Monumenten, alten Gemäuern, alten Plätzen, nordafrikanische alten Viertel. Ja von allen etwas, aber es war beeindruckend. Es wäre einfach zu viel alles niederschreiben, also gebe ich hier den Verweis auf den Womoverlag, Atlantiküste Frankreich Süd und Tour 3 Bordeaux.

Auf der Rücktour machten wir einen Stop in Bourg, auch hier eine kleine niedliche Stadt, die ein gewisses Flair vorzuwaisen hat. 

Zurück bei Carthago wurden die Hühner gesattelt und unser nächstes Ziel sollte Bergerac sein. Saint Emilion verschoben wir auf ein anderes mal. Am frühen Abend trafen wir dort auf dem Stellplatz ein. Zwei waren zur Auswahl, direkt einer am Dordogneufer mit Hauptstrassenvorbeifahrt oder am Ortsrand ein einsamer Parkplatz. So folgten wir dem Herdentrieb und standen zwar einigermaßen nett, dennoch sehr sehr laut. Die vorbeifahrenden Autos hielten uns die ganze Nacht wach.

Motorradtour

Dienstag 16.08.05 

Ein morgentlicher Stadtrundgang brachte uns der Stadt dann doch ein bisschen näher. Denn wir waren früh unterwegs und man konnte zuschauen wir eine Kleinstadt wie Bergerac zum Leben erwachte. Ein Bummel durch die Altstadt ist hier wirklich lohnend.
Das Tal der Dordogne rief uns, anvisiert hatten wir Lalinde, aber leider war nichts mit den angebenden Stellplätzen, entweder voll mit Pkw’s oder gesperrt wegen irgendwelcher Strassenarbeiten. 
Also weiter, mmh oder zurück nach Couze, haben wir wählten diesen Weg, auch hier wurde der Stellplatz durch einen gastierenden Stellplatz belegt. Und nun ? Der Campingplatz am Ort sagten uns nicht zu und so fuhren wir dann erst mal Richtung Beaumont und weiter nach Cadouin, dort ist eine alte Abtei, die uns noch mal zu einem Besuch einlud. Über diesen netten Ort dann direkt nach Le Bugue, hier fanden wir gleich einen Aldi und einen Lidl um unserer Vorräte wieder zu ergänzen.
Kurz vor der Verzere Brücke gings es an eine große Stellplatzanlage runter. Wunderbar und schwups standen wir direkt am Flussufer.Eine abendliche Motorrradtour für uns dann noch mal in die Flussschleife von Tremolat und über Seitenwege nach Cadouin. Es war immer noch unheimlich heiß am Abend aber so eine alte Abtei ist bekannt kühl drinnen und so konnten wir uns dort ein bisschen erholen. 
Der Abend klang mit einem leckeren Grillen am Flussufer aus
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Motorradtour

Mittwoch 17.08.05 

Eine größere Motorradtour sollte uns der Gegend ein bisschen näher bringen. Es zog uns das Verzere Ufer flussaufwärts entgegen. Über Les Eyzies de Tayac-Sireuil direkt zu den Felsen von La Madalein, hier bewunderten wir die Ausgrabungen um dieser Felsen herum. Einige Kilometer weiter besichtigten wir die 1km lange Felsenanlage von La Roque St. Christoph. Die Zeit verging wie im Fluge, weiter über Montignac über D704 nach Condat, unter weiter  bei Coly über die D64 nach Sarlat le Caneda. Eigentlich sehr sehenswert, dennoch diese Temperaturen über 30°C zwangen uns nicht zu einer Ortsbesichtigung, dennoch ein chaotischer Verkehr durch die Stadt und die beiden Stellplätze für Camper quollen über.
Unser nächstes Ziel war der Cingle von Montfort, wieder eine von diesen wundervollen Flusschleifen in dieser Gegend. Dann statteten wir Domme einen Besuch ab. Eine dunkle Unwetterfront ließ uns alles ein bisschen zu verkürzen und so begaben wir uns auf dem schnellsten Weg  über La Roque Gageac und der Burg Bezenac nach Le Bugue.
Abends gegen 20:30 Uhr waren wir mit knapp 180km zurück und sichtlich erschöpft vielen wir in den schläfrigen Alkoven.

Motorradtour

Donnerstag 18.08.05

 Frühes Aufstehen sichert kein Schlangestehen beim Höhlenbesuch der Gouffre de Proumeyssac bei Le Bugue. Einlaß war ab 09:00 Uhr, und schon waren wir welche der ersten Besucher. 7,90 Euro Eintritt für die normale Führung, die wir wählten. Andererseits hatte man die Möglichkeit für 15,00 Euro Eintritt etwas spezielles zumachen, in dem man mit einer Kondel in die Höhle hinab fährt. Aber für dieses bisschen was feines lohnt der Mehrpreis nun wirklich nicht.
Am Eingang bekam wir dann Audiophone für die deutsche Übersetzung. Unsere Gruppe war nicht groß, vielleicht knapp über 10 Personen. Dazu waren wir die ersten und konnten diese absolute Stille geniessen. Man tritt hinein in diesen dunklen Saal, der Guide macht das Licht aus und eine Licht- u. Musikshow begann. Dann eröffneten sich kleine Blickpunkte auf diesen riesigen Saal. Man kann es nicht niederschreiben, so was sollte man sich anschauen. Die Führung dauerte ca. 40-45 Minuten und war ihr Geld wert.
Zurück am Womo wurden die Sachen gezurrt und weiter ging es zu unserem nächsten Ziel. Am Vitrac Port direkt an einer Kanustation haben Wohnmobile die Möglichkeit kostenlos auf der Wiese zu stehen. Man meldet sich einfach an der Bar und sagt Bescheid, es wäre doch nett hier und da eine Kleinigkeit an der Bar zu Essen bzw. zu trinken. Man hat hier die Möglichkeit zu baden oder sich andernfalls ein Kanu zu mieten, gleichzeitig steht man hier an Basis dieser Kanustation.
Wir hingegen buchten gleich für den nächsten Tag eine Tour von 21km Länge. Am Nachmittag rief ich unsere Mails ab und eine von Wolfgang und Christiane war dabei. Sie haben ab Freitag Urlaub und schlugen uns vor, das wir uns in den französischen Alpen treffen wollen. Wir mussten erst mal ein bisschen planen und sagten zu im Laufe der nächsten Woche am Dienstag bei ihnen zu sein. 

Das Wetter war zwar wieder sehr heiß und schwül, dennoch bedeckt, aber die Sonne zeigte sich hin und wieder. Ein Nachmittag zum Entspannen.
Abends zog es uns nach Sarlat la Caneda, ein Tip im Reiseführer und wirklich. Es wäre gar nicht auszudenken, wenn wir diese Stadt ausgelassen hätten. Eine wirkliche hübsche mittelalterliche Stadt, alles passte zusammen, die alten Häuser, die alten Fassaden  und Dächer, die Gaukler die diese Stimmung untermalten. Ein wirkliches Highlight dieser Reise.

Freitag 19.08.05

Ein aktiver Tag begann, morgens ein gutes Frühstück, kurzes Aufklaren und Sachen packen. Auf ging es zum Kanuverleih, der gleich einige Meter von uns weg war. Für die Strecke Carsac nach Castelnaud über 21 km zahlten wie insgesamt 37 Euro. Mit dem Bus ging es von unserem Standort in Vitrac Port bis nach Carsac. Hier wurden wir unserem Element der Dordogne übergeben.
Die erste Devise war, sich von dem Startchaos zu verabschieden, den es ging drunter und drüber. Allmählich kehrte Ruhe ein und wir konnten eine wunderschöne knapp 6 stündige Fahrt über die Dordogne machen. Über den Cingle (Schleife) von Montfort mit dem Blick auf das gleichnamige Schloß (oder Burg), vorbei an unsere Basis an Vitrac Port, am oben auf dem Berg gelegenden Örtchen Domme, direkt am Fluß gelegenden Ort La Roque Gageac nach Castelnaud. Es brachte unheimlich viel Spaß.

Am späten Nachmittag kamen wir zurück und alles wurde für die Weiterfahrt nach Rocamadour gerüstet.
Wir wählten einen kleinen Umweg von ca. 10 km Länge, der sich aber aufgrund der Strassenbeschaffenheit auszahlte. Eine nette Strecke über Sarlat, Souillac und Payrac nach Rocamadour. Die in unserem Reiseführer beschriebenden Stellplätze fanden wir nicht, dennoch ganz unten im Tal gesellten wir uns zu drei Womos dazu und damit war die Fahrt für uns beendet.
Susanne hatte leichte Bedenken, was das zurückfahren durch die engen Strassen betraf, aber das wird es ein Tag später sein.
Den Ort schauten wir uns im dunkeln an, irgendwie ist es weit aus leerer, andererseits kommt eine gewisse mystische Stimmung von solchen alten Gemäuern rüber. Es hat uns trotzdem nicht alles nicht so überzeugt, weil wir auf dieser Reise schon ganz andere Höhepunkte hatten
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Samstag 20.08.05

Wieder einmal frühaufstehen, wir waren ein bisschen beängstigt, da wir keinen Gegenverkehr durch die Serpentinen bergauf haben wollten, denn mit dem Motorradanhänger wäre es doch ein bisschen problematisch geworden. Hier und da noch ein paar Abschlussfotos und weiter ging die Reise. Unser nächstes Ziel sollte die Auvergne sein. Nördlich dann weiter über die N140 Martel und nach Cressenac. Hier fanden wir einen kleinen Marktplatz, der wohl so gerade geöffnet hatte, den die Stände wurden noch in Ruhe aufgebaut. Ein Grund für uns zum anhalten, da unsere Vorräte doch zur Neige gegangen sind. Einfach mal wieder frisches Gemüse, leckeren Honig und ein paar kleine verschiedene Käsesorten, die wirklich im nachhinein sehr lecker waren. 

Wir setzten die Fahrt mit vollem Kühlschrank fort über die N89 über Tulle nach Egletons, hier fanden wir noch eine gut ausgeschilderte Entsorgungsstation und konnten entsorgen und Frischwasser bunkern. Anfangs sahen wir noch was von dieser Vulkangegend, bevor sich die Wolken dicht zogen. Über La Bourboule fuhren wir direkt nach Le Mont Dore, es fing an zu regnen. Die Stadt sagte uns nach einem kleinen Stadtbummel nicht so zu und so fuhren wir zurück nach La Bourboule. Ein kleiner netter Stellplatz in der Nähe der Innenstadt ließ uns dort verbleiben. Die Geschäfte hatten noch offen und so schauten wir uns diesen alten Kurort mal genauer an. Alles Bauten aus der Jahrhundertwende, wo der Kurort zum Leben erwachte. Hier und dort nette Gartenanlagen, aber für uns war es halt nichts. So hofften wir auf Wetterbesserung.

Sonntag 21.08.05

Das Wetter hatte sich die ganze Nacht nicht beruhigt, also wurde es nichts mit Outdoor Aktivitäten. In der Hoffnung ein bisschen was von der Gegend zu sehen, fuhren wir über die D996 in die Vulcanos der Auvergne, leider nur tiefhängende Wolken. Die Ortschaften waren nett anzusehen, aber der Regen hielt uns davon ab. So holten wir zum großen Schlag aus und fuhren über Murol, St. Nectaire, Plauzat, Billor und Lezoux auf die A72 bei Thiers. Von dort weiter Richtung St. Etienne auf die A47 nach Vienne A7. Dort weiter über die D75 bei La Vilpilliere auf die A43 über Chambery, Aix Les Bains nach Annecy. Es war jetzt nur noch ein Katzensprung bis Sevrier am Lac de Annecy, wo unsere Freunde bereits gewartet haben.