Montag 22.08.05

Es war nicht ganz einfach von Sevrier nach Annecy zu kommen, wahrscheinlich ein Verkehrsnadelöhr. Dann zwei Carthagos mit jeweils einem Anhänger. Die Stellplätze in Annecy waren voll, dennoch ausserhalb vom Ort fanden wir was. Zu Fuß in die wunderschöne City war es ca. 20 Minuten. Die Altstadt ist wirklich sehenswert, überall kleine Gassen die zum Shoppen einladen. Auch der Regen hatte mittlerweile aufgehört, nach einem netten Mittagessen fuhren wir dann auf den Campingplatz Municipal in Albertville.

Dienstag 23.08.05

Die 3 Motorräder wurden von den Anhängern runtergeholt und startklar gemacht. Die Dakar mochte wohl den tagelangen Regen nicht und das viele Spritzwasser während der vielen Kilometer auf dem Anhänger, mit ein bisschen Geduld sprang sie dann auch an.
Wolfgang hatte via GPS eine Route geplant die uns zum Col de la Madaleine führen sollte. Wir waren alle gespannt. Unser erste Fahrt auf einen Alpenpass begann.

Von Albertville über die N90 nach Chaumousset und auf die N6. In La Chambre tranken wir noch nen Cafe au Lait, bevor es in den 20km langen Anstieg ging. Wenn ich so dran denke, das hier immer die Tour de France langläuft, dann mal Hut ab. Kurve um Kurve, Serpentine um Serpentine und wundervolle Aussichten, so bringt Motorradfahren Spaß. Ein wahrer Genuss. Oben machte wir eine kleine Pause bevor es wieder runter
Richtung Moutiers ging. Von dort aus sind wir nach Meribel in den Wintersportort gefahren. Eine ganz nette Ecke dort, wie muss es wohl hier im Winter aussehen. Bestimmt traumhafte Skipisten. In einem kleinen Supermarkt kauften wir Kleinigkeiten ein und machten ein Picknick.
Die Rücktour führte uns dann wieder durch Moutiers und entlang der Isere nach Albertville.

Albertville enttäuschte uns vom Ort her, auch die ehemaligen olympischen Anlagen. Der Campingplatz ist ein guter Ausgangspunkt und sonst hält uns hier eigentlich nichts. Wichtig war der Platz den wir wirklich für die beiden Gespanne benötigten. Spaß hat wir so oder so !

Motorradtour

Mittwoch 24.08.05

Ich musste ja auch mit meinem Radtraining vorankommen, den meine demnächst anstehende Alpenquerung via MTB sollte auch keine Qual werden. Also morgens um 07:00 Uhr rauf aufs Rad und dann gleich mit 12-13% einige Kilometer bergauf, das ist schon mal was anderes als bei uns oben stundenlang in einer Endmoränenlandschaft rumzufahren. Also rauf auf den Col de la Forclaz mit seinen 18 %, so konnte ich mich schon mal an die langandauerden Serpentinen gewöhnen. Es waren hin und zurück gut 30km und gegen 09:00 Uhr war ich dann pünktlich wieder zurück. 

Nach einem ausgiebigen Frühstück und Stärkung hatten wir uns in unsere Motorradklamotten geschält, die Seitenkoffer mit Utensilien gefüllt und es ging mit richtig guter Urlaubslaune über die D925 die Serpentinen hoch nach Beaufort. Wir mussten so oder so noch einkaufen, da bot sich der gerade stattfindende Markt in Beaufort richtig an. Wieder was für die Augen, dieses viele frische Gemüse, Wurstsorten und erst der Käse. Nach dem Einkauf, fehlte noch das Brot, aber wo ? So überliessen wir dieses den Frauen, aber wo gingen sie hin ? Jedenfalls wunderten Wolfgang und ich, wo Christiane und Susanne blieben. Wie sie uns später berichteten hatten sie sich noch die bekannte Käserei mit dem namenhaften Beaufort Käse angeschaut. 

Dann ging es auch gleich hoch in das Hochalpine, wieder schlängelten wir uns die Serpentinen hoch. Für mich als Motorradanfänger eine wirkliche Herausforderung, zu dem noch Susanne auf dem Sozius. Susanne schien auch null Angst zu haben und machte sogar während des Fahrens schöne bewegte Bilder. Oben auf dem Col de la Meraillet  stoppten wir erst einmal und genossen die Anblicke. Dann ging es in die Abfahrt, enge schmale Serpentinen und sehr steil aber es brachte unheimlichen Spaß. In einer engen Serpentine war ein schöner Picknickplatz angelegt und diesen nutzen wir zum Selbigen. Da kamen dann die ganzen gekauften Leckereien auf den Tisch. Mit vollen gesättigten Magen kamen wir auf der anderen Seite des Passes in Bourg St.Maurice an. Um noch nach Val d’ Isere zufahren war die Zeit zu knapp und wir beschlossen den selben weg zurück zufahren. Ein unwahrscheinlicher Spaß, bevor wir auf den Campingplatz zurück kamen.

Motorradtour

Donnerstag 25.08.05

Unser vorletzter Tag in den französischen Alpen. Ich bin wie am Vortag diese selbe Strecke mit dem MTB hoch zum Col de la Forclaz gefahren, und war gleich einige Minuten schneller.
Danach stand unsere letzte Motorrad Tour an. Wolfgang war schon fleißig mit seiner GPS Software am planen. 

Wieder ging es über die D925 hoch auf den Col de la Meraillet, auf er Abfahrt entdeckten wir noch einen Hütte, wo viele Wanderer und Fahrradfahrer einkehrten, auch einige Wohnmobile waren auf einem dazugehörigen Stellplatz zu finden. Mit Blick auf die Gletscher des Mont Blanc genossen wir unseren Cafe au Lait.

Die weitere Fahrt ging dann nach Bourg St.Maurice und von dort die vielen Kehren hoch zum Col de Petit St. Bernard. Oben angekommen, waren wir direkt an der französisch/italienischen Grenze. Leider hing der der Mont Blanc in den Wolken und wir hatten keinen Blick auf ihn. So ging es dann zurück nach Bourg St.Maurice und über die Verbindungsstrasse in die Skigebiete nach Val d’Isere. Kein schön angelegter Skiort, einfach nur riesige Hotels. Von dort machten wir uns auf dem selben Weg zurück nach Albertville.

Motorradtour

Freitag 26.08.05

Ja das war es mal wieder. Gegen Mittag verliessen beide Womo’s den Campingplatz, Wolfgang und Christiane hatten noch über 2 Wochen vor sich und fuhren von dort aus in die Provence. Wir hingegen nahmen den Weg über Annecy, Genf und durch die Schweiz Richtung Heimat, irgendwann gegen Mitternacht übernachteten wir auf dem Stellplatz in Bad Nauheim.

Samstag 27.08.05

Unser nächtes Tagesziel sollte der Harz sein. Gegen Mittag trudelten wir in Lautenthal im Harz ein, leider war der Stellplatz wegen einer Veranstaltung gesperrt und wir wichen nach Bad Harzburg aus. Runter mit der Dakar und so genossen wir noch mal einen wunderschönen Tag über die Strassen im Westharz. Nach einem Abendessen in Bad Harzburg fuhren wir auf den Stellplatz nach Soltau an die Therme.

Sonntag 28.08.05

Der letzte Tag. Zum entspannen genossen wir den Besuch in der Therme und liessen es uns noch einmal richtig gut gehen. Dann stand die letzte Etappe nach Kiel an.