Reisezeit war für 3 Wochen mitte September bis Oktober, da zu dieser Zeit die Italiener keine Ferien mehr machen und die Stellplätze und Campingplätze doch weitaus leerer und ruhiger sind. Wir starten an einem Freitag Abend aus Kiel, fuhren bis Bad Brückenau (Stellplatz), morgen früh hoch und nächster Stop in Ingolstadt bei Mode Rosner (Fabrikverkauf)

Stellplatz Cesenatico

Dort macht man immer nochmal ein günstiges Schnäppchen. Dann weiter über den Brenner, eigentlich war in Laziese/Gardasee ein Übernachtungsstop geplant, aber wir fühlten uns gut und fuhren bis gegen Mitternacht nach Cesinatico/Adria, dort fanden wir auf Anhieb einen schönen Stellplatz direkt am Strand, am nächsten Tag blieben wir noch dort, und schauten uns den sehenswerten Ort näher an und bummelten noch eine Runde. Am Tag drauf gings weiter auf der Adriatica, würde ich jedenfalls nicht wieder machen, da soch ein hohes Verkehrsaufkommen war und man nicht zügig weiterkam, außerdem ist es nicht besonders sehenswert, wenn man auf der Straße bleibt.

So entschlossen wir uns Richtung Fano über Cattolica zufahren, auf der Panoramastraße auf den Gabicce Monte, eine wundervolle Straße durch eine traumhafte Gegend, links die steilen Klippen zum Meer, wo die Garnelenfischer mit eigenartigen Fanggeräten im Flachwasser die Garnelen fangen. Weiter über Pesaro nach Fano, hier noch ein herrlicher Strand zum entspannen, wir sattelenten  hier unser MTB´s und fuhren den Strand nochmal ab, anschließend in die Altstadt von Fano. Nette Gassen schöne Piazza, allerdings haben wir Nachsaison und es ist verhältnismäßig wenig los. Fanden aber kein Restaurant was uns zusagte und so ging es ins Inland Richtung Fossombrone, eine sehr nette kleine alte Stadt am Berg. Der Stellplatz etwa 2 km vom Stadtkern weg wurde auch gleich gefunden. Dort bummelten wir durch die alte Stadt im dunkeln und fanden eine kleine Pizzeria in Kellergewölben( Il Grotta). Von dort aus am nächsten Morgen Richtung Urbino (Unesco-Weltkulturerbe)

Fossombrone

Urbino

Direkt an der alten Stadtmauer in Urbino befinden sich die Parkplätze, dort befindet sich eine der ältesten Universitäten Italiens, die Studenten sind wirklich zu beneeden, leider waren der Dom und die Ontario San Guiseppe mit den lebensgroßen Steinfiguren wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.  Wir schauen uns die Stadt näher an und bummeln durch die wunderschönen Gassen mit anschließenden Cappucino auf der Piazza. Weiter geht es dann in die Berge in ein wunderschönes Tal zum Kloster Monte di Fonte Avellana (ca. 1000 Jahre alt), eine kurzer Zwischenstop für den Kirchbesuch, der lohnend ist.

Auf dem Weg weiter in die Berge kam unser letztes Ziel für den Tag, die Grotta di Frassasi in Genga, leider waren wir zu spät für die letzte Führung, so blieben wir über Nacht auf dem großen Besucherparkplatz. Allerdings hatten wir Probleme ein Restaurant in Genga zufinden, alle waren mehr auf Touristenneb aus, genau das, was wir nicht suchen (Massenabfertigung) ! Also wurde selbstgekocht. Wir waren auch nicht alleine auf dem großen Platz (Stellplatz), einige italiensiche Camper standen auch noch dort, allerdings Lärmbelästigung druch Notstromaggregate der Camper. iNach dem Frühstück am nächsten morgen ist es ratsamer etwas wärmer Sachen anzuziehen für den Besuch der Grotten. In gewissen Abständen gibt es auch Führungen in verschiedenen Sprachen, wirklich lohnenswert ! Eintritt 16.- DM für 90 Minuten Führung.
Dann kommen wir in das Weinanbaugebiet des Verdicchio bei Jesi, in Montecarroto finden wir durch hinterher fahren eines Treckers mit einem Hänger voller Trauben die Winzergenossenschaft Terre Cortesi, wo wir Zwischenstop für eine Weinprobe machen. Empfehlenswert hier die Barrique gereifte Verdicchio.

 

Zufrieden über unseren Einkauf fahren wir über Ancona zum Monte Conero, wunderschöne Ausblicke ! In Sirolo gehts dann erstmal auf den Camping Internationale (36.000 Lire, 2 Personen mit Camper ohne Strom). Ein nettes Restaurant wird schnell gefunden und abends geniessen wir noch den Ausblick über das Meer bei einer Flasche Wein.
Am nächsten Morgen gehts weiter nach Loreto, eindrucksvolle Basilika ! Von dort aus quälen wir die SS16 hinauf in die Weingegend um Offida, uns vielen hier gleich mehrere kleine Weingüter auf. Landschaftlich schöne Straße nach Ascoli Picenso. Kurzer Zwischenstop dort, dann zurück zur Küste in Richung San Bennedetto. Am Fischerhafen von Martinsicuro gesellen wir uns zu 2 Campern hinzu und verbleiben dort für die Nacht (Stellplatz). Der nächste Morgen bringt uns Regen und wir fahren nach Pescara zum Provianteinkauf bei Lidl. Unsere Tour führt uns nach Atessa ohne was beeindruckendes zu finden, im Pro Mobilführer über die Marken wurde über Tornareccio am Lago di Bomba ein Zwischenstop empfohlen. Angeblich sollten die Köche hier im Wettstreit sein, es ist zwar ein niedliches Bergdorf, aber könnte uns mal bitte jemand sagen, wo es hier Restaurants oder Tavernen gibt ! Völlig genervt und enttäuscht geht es zurück zur Küste, hier in Lido di Casalbordino finden wir schöne Parkplätze (Stellplatz) am Strand und gesellen uns einigen Campern dazu und nächtigen. (Nette Handpizza für 1000.- Lire im La Florida).
Morgens werden wir wieder von der Sonne empfangen und machen uns auf den Weg über Vasto nach Tremoli, dort eine kleine MTB-Tour um und in die sehenswert gelegende Stadt. Auf dem Weingut Casalbordino wird nochmal Weinprobiert und eingekauft. Dann direkt Richtung Gargano zum Urlaubsziel.

 

Nachmittags in Rodi di Gargano angekommen parken wir erstmal am Strand und geniessen das warme Wasser und die Sonne und baden ausgiebig. Abends bewegen wir unseren Ducato auf den Parkplatz (Stellplatz) am kleinen Hafen und bummeln in die Altstadt hinauf, träumerische Gassen bei wunderschönen Ausblicken direkt aufs Meer. Unten am Hafen speisen wir bei Zuppa di Pesce im Restaurant da Peschcatori (73.500 Lire), anschließend öffnen wir einen Montepulciano di Bordino bei Sonnenuntergangsstimmung auf der Mole. 

Schöne Fahrt am nächsten morgen Richtung Peschici an der Steilküste entlang, hier ist ist allerdings schon der Tourirummel zuspüren, trotz Nachsaison ! Den Ort heben wir uns für spätere Excursionen auf. Kurz vor Vieste suchen wir den von Freunden empholenden Campingplatz, aber leider: Chiuso ! Also selbst ist der Mann und wir werden ein Stück weiter südlich fündig, eine kleine Bucht, ein kleiner Platz (Camping Mollinella), hier sind wir für die nächsten 4 Tage ganz alleine auf dem Platz. Wir entspannen uns kräftig aber am 4.ten Tag wird es uns zu einsam.

Vieste

In der Zwischenzeit bummeln wir durch Vieste oder erkunden die südlichere Küste des Gargano´s. Teilweise wunderschöne Fahrt an der Küste entlang. In Mattinata lädt nicht zum verweilen ein, machen aber einen Stop in Mt. Sant´Angelo und besuche hier das Heiligtum in der Kirche San Michele, auch hier lohnt sich ein fotgrafischer Bummel durch die Altstadt. Die Rückfahrt bringt uns über den Forest Umbra, man sollte mal durchfahren, für uns die viele Wälder gewohnt sind nicht so beeindruckend.

In Vieste gibt es viele Einkaufsmöglichkeiten, eine nette Altstadt die auf einem Felsvorsprung liegt, allerdings sind schon viele Restaurants geschlossen, aber es findet sich trotzdem etwas nettes, tagsüber lohnen sich Einkäufe auf dem Wochemarkt, wo sich die Bauern und Fischer der Region präsentieren. Alle 2 Wochen Mittwochs findet hier ein großer Markt statt, wo man eigentlich alles bekommt.

Camping Punta Lunga

Die Garganoküste

Wir wechseln am 4.ten Tag eine Bucht weiter auf den Campingplatz Punta Lunga, da es uns dann doch ziemlich einsam wird, hier stehen wir in 2. Reihe direkt am Strand, auch hier ist nur noch wenig los. Aber auf dem Areal befindet dich ein Club Mistral Surfcamp, sowie eine MTB-Station von SCOTT. Auch das Ristorante kann man hier empfehlen. Es sind viele deutsche Surfer hier, und man kann die langen Schläge auf´s Meer hinaus geniessen. Mit unseren MTB´s geniessen wir bei Touren das Umland und die Küste.

Hier verbleiben wir die letzten Tage bei sehr schönem Wetter bevor wir uns wieder auf dem Weg nach Hause machen. Wir fahren auf dem direkten Weg auf die Autobahn über Ancona via Bolnogna, Modena zum Gardasee. Dort haben wir noch ein bischen Zeit und verbleiben in Lazise mit Shopping im Umland und einem kleinen Badeaufenthalt. Uns wundert nur, wie billig doch eigentlich Italien´s Süden ist, hier bezahlen wir gleich für Einkäufe bzw. Essen teilweise bis zu 25 % mehr.

Stellplatz gleich hinter dem Sportplatz, im Ort das Schild Sportivo suchen. Hier auch nochlohneswert der Touristenmarkt, wo man allerlei Werksverkäufe tätigen kann. Auf der Rückfahrt über den Brenner biegen wir nochmal bei Mezzocorana ab und verkosten die Weine in der Winzergenossenschaft, dann gehts Richtung Kalterer See in das Weinanbaugebiet, wo ebenfalls noch kostbare Tröpfchen eingekauft werden, bevor es nach Hause geht.
Alles in allem ein schöner Urlaub und wir beschließen, Italien in den kommenden Jahren näher kennenzulernen, da uns Land und Leute wirklich interessieren.

Lazise / Gardasee 

Home

Italien 1999 Marken und Gargano

Auf die Idee einen Italien Urlaub zu machen kamen wir als wir bereits schon zweimal von Kiel nach Bari fuhren,um von dort nach Griechenland oder in die Türkei überzusetzten. Der ausschlaggebende Punkt waren Freunde von uns, die mit Ihrem Camper am Gargano waren. Also wurden Reiseinformationen ausgetauscht, Reiseführer und Kartenmaterial besorgt und eine Strecke ausgearbeitet