Freitag 28.05.1999

 

04:00 h Aufstehen, das Wohnmobil haben wir zum Glück schon die Woche über fertig gepackt, der Wohnwagen steht auch schon bei Ralf und Sabine.

Um 06.15 h sind wir auf dem Wilhelmsplatz und treffen die letzten Vorbereitungen. Der Wohnwagen wird um 06:35 h hintendran gehängt und ich bin mal gespannt, wie sich das ganze Gespann fährt, immerhin ein 12 m Gespann, unser Ducci muss wohl mächtig arbeiten. Wir fahren über die Grenze bei Krusa.und dann geht es weiter, wir benötigen 4:45 Std./Min. für die 340 km bis nach Grena/DK, verbrauchen knapp 15 Liter Diesel auf 100 Km, das Wetter zeigt sich von der besten Seite und wir sind frohen Mutes. Tatsächlich schaffen wir eine Fähre früher nach Varberg/Schweden, wir werden eingeschifft und die Fähre legt statt 14:00 h erst um 14:30 h ab. Wir haben eine wunderschöne Überfahrt.

Eigentlich war geplant einen Übernachtungsparkplatz südlich von Varberg zufinden, aber erste Versuche scheitern, da das 12m Gespann sich doch schwieriger als geplant rangieren lässt, fühle mich zur Zeit mit dem Gespann noch etwas überfordert, als wir in einer engen Sackgasse landen und dort wieder raus müssen. Also planen wir um und fahren dann noch Richtung Bolmen. Auf einem Parkplatz, den wir noch vom Vorjahr kennen, kommen wir gegen 21:30 h am Boasjön an. Wir machen noch ein nettes Abendbrot. Der Urlaub kann beginnen und schlafen richtig müde ein.

 

Samstag 29.05.1999

07:00 h Aufstehen, draußen lacht uns schon die Sonne an, blauer Himmel und es ist richtig warm. Wir frühstücken unter blauen Himmel und fahren dann die letzten 20 Min. bis zum Campingplatz Bolmensjön. Am Bolmen Wir haben Glück und stehen direkt am Wasser und bauen erstmal unser Equipment auf. Das Wetter schlägt um, es wird windig und viel kälter. Wir machen eine 8 km Wanderung zur Piksborg südlich am Bolmen. Anschließend ist erst einmal erholen und Doofspielen angesagt.

 

Sonntag 30.05.1999

 

Wir frühstücken draußen, aber dann setzt auch schon der Regen ein, eigentlich wollten wir heute hier ein Boot mieten und Angeln, der Regen wird heftiger. Die Tagesplanung geht den Jordan runter. Am frühen Nachmittag überlegen wir, ob wir abbrechen und weiterfahren, Kurioses Grabkreuz im Baumda eine Wetterbesserung nicht in Sicht ist. Wir fahren direkt nach Växjö Camping Evedal, bauen unser Vorzelt auf und fahren noch einmal in die City, abends grillen, da kommt Stimmung auf, obwohl es regnet, lassen  wir uns nicht davon abbringen. Nach einigen Drinks stört uns der Regen auch nicht mehr.

 

Montag 31.05.1999

Morgens wieder bestes Wetter, wir fahren nach dem Frühstück ins Glasreich zuerst nach Kosta-Boda, wir sind überwältigt von den wunderschönen Dingen. Dann weiter nach Sea und nach Bergdala, welches für sein kobaldblaues Glas bekannt ist. Aber Kosta-Boda war an diesem Tag der Volltreffer und am späten Nachmittag geht es zurück nach Växjö.

 

Dienstag 01.06.1999

Wieder frühes Aufstehen, den wir haben eine größere Tour geplant. Es geht zuerst nach Boda, dort eine sehr eindrucksvolle Galerie mit wundervollen Stücken, von dort direkt weiter nach Orrefors. Dann Richtung Kalmar, hier besuchen wir die alte Festung und besichtigen diese. Eine moderne Stadt mit alten Marktplatz, munteres Studententreiben in den Straßen und Cafes. Festung Kalmar

Mit unserem Gespann geht es dann nach Mariannelund zum Fiskecamp Spillhammar. Ralf und ich machen erste Angelversuche vom Ufer aus in diesem Jahr und der erste kleine Hecht hängt an der Angel. Ein wunderschön gelegener Platz, der zum Verweilen einlädt.

 

Mittwoch 02.06.1999

Wir schlafen endlich mal aus und frühstücken draußen, hatten uns auch ersteinmal mit dem super schwedischen Müsli und Oma’s Yoghurt mit Vaniljismak eingedeckt, den wir genießen. Blick von unserem PlatzSusanne und Sabine wollen einen Vorschlag von mir umsetzen ‘grins’ und mit dem Rad nach Mariannelund fahren, Ralf und ich mieten uns ein Boot und planen unsere erste Angeltour, wir holen uns den ersten Sonnenbrand, Ralf schlägt sich den Drilling eines Blinkers bis zum Anschlag in den Daumen. Wir nehmen uns das Filetiermesser und operieren das Teil raus, Ralf fängt einen schönen Portionsbarsch und ich gehe leer aus. Wir sind ein bisschen enttäuscht vom Gewässer, da wir mehr erwartet haben.

Komisch, als wir wieder am Campingplatz sind, sind die Frauen noch nicht da. Wir albern rum und sagen, die haben sich bestimmt verfahren.

 

 

 

Ralf und Carsten am RumalbernRichtige Schlussfolgerung, die beiden kommen reichlich erschöpft an. Und siehe da, sie haben sich tatsächlich verfahren. Sie haben fast 50 km hinter sich gebracht, sie kamen in Vimmerby an und schauten sich dort dann mal die Stadt an, dort kamen sie noch am Haus von Astrid Lindgren vorbei, welches natürlich als Beweisfoto mitgenommen werden musste.

Also wenn man die Beiden mal allein los lässt ! Das Wetter ist prima und wir packen den Grill aus, der Barsch wird zubereitet, dazu Grillwürstchen und Salat. Abends dann schnell noch mal an den See und den Blinker rein, wieder ein Hecht.

 

Donnerstag 03.06.1999

Kann es sein, wir sind in Schweden und haben nur gutes Wetter, nach dem Frühstück ist eine Astrid Lindgren Tour geplant ! Also das Wetter stimmt uns schon einmal ein. Zuerst geht es nach Bullerbyn, Bullerbyn, wer kennt das nicht aus seiner Jugend ? wo Lasse und Konsorten ihr Unwesen trieben. Einfach zauberhaft, alles wie in den alten Schwarzfernsehfilmen aus unserer Jugend. Man fühlt sich gleich wieder wie ein Kleinkind. Jetzt noch schnell nach Mariannelund um in der Bonbonfabrik noch einige Karamellen zu kaufen, wo Sabine und Susanne ja eigentlich gestern hinwollten ‘lach’. Jetzt geht’s weiter nach Katthult, wo Michel von Lönneberga sein Streiche spielte. Alles sehr eindrucksvoll, an einigen Türchen steht auch, was er dort gerade mal angestellt hat. Wir haben noch Zeit und fahren nach Vimmerby, machen dort einen Stadtbummel und die Frauen können uns ja führen, welch Seltenheit !

 

 

Michel's Katthult                     Vimmerby

 

 

In Vimmerby besuchen wir noch Astrid Lindgren World, alle ihre Orte wo die Geschichten spielen sind dort im Miniaturformat dagestellt. Wieder auf demCampingplatz gehe ich nach dem Essen noch mal angeln, 5 Hechte und ein Barsch, einer 50 cm und sonst nur hungrige Strippen.

 

Freitag 04.06.1999

Mittlerweile sind wir eine Woche hier. Vormittags Abfahrt Richtung Västervik über Vimmerby. Geplant war eine Stadtbegehung und nachmittags eine Wanderung auf der Halbinsel Gränsö, die südlich von Östersund liegen sollte. Irrtum: Sie liegt gegenüber von Västervik und da vergeht uns die Lust. Wir gehen Mittags in der Stadt essen, das erste mal überhaupt in Schweden, wir hatten zwar einige Kommunikationsprobleme und anstatt eines Hacksteaks bekamen wir Hühnerbeine, na ja aber man konnte es essen. Dann sind wir noch ein bisschen durch die Stadt gebummelt, bevor wir dann in Richtung St.Anna in der Nähe von Söderköping  gefahren sind. Susanne hatte mal wieder den richtigen Riecher, vorher schon wunderschöne Fahrt über kleine Straßen und kamen dann auf dem Campingplatz Kaluholms an. Wir sind beeindruckt ! Kleiner Platz, zwar wenige Sanitäranlagen, dafür wunderschöne Lage in mitten der Schärenwelt. In der Västervik Touristinformation lass ich, das man in den Schären gut Hecht angeln kann, konnte es aber nicht glauben, und abends mal schnell 2 Hechte 40 und 60 cm.....sie werden endlich größer.

 

Rundumblick in St:Anna       Andere Seite von unserem Platz

 

 

Samstag 05.06.1999

Und wieder im freien Frühstücken, wir vier genießen es einfach. Danach gehe ich noch einmal Angeln, wandere ein kleines Stück zu einem Privatgrundstück, wo ein großer Steg ist, kaum den ersten Wurf draußen und schon habe ich einen Riesenfisch am Effzet, ich drillte Ihn bestimmt einige Minuten, bevor mir der Blinker entgegenflog, vermutlich ein Riesenhecht, den ich nicht einmal gesehen habe, war auch verdammt tief dort, so um die 7-8 Meter und das direkt einige Meter vom Ufer. Am gleichen Steg dann innerhalb von 30 Minuten nochmal 3 Hechte von 40,68 und 72 cm, da kamen schon einige Kilo zusammen, ich dachte mir das reicht und schleppte den Fisch zu unserem Camp, wo ich sie dann gleich filetierte und wir sie dann einfroren.

Mittags sind wir dann  Richtung Stockholm aufgebrochen, wie im letzten Jahr wieder zum Bredäng-Camping. Gegen 17:00 h sind wir dann noch mit der S-Bahn in die City und machten einen Bummeln durch den Gamle Stan (Altstadt), weiter durch die Einkaufsstraße rüber zum Kungsgarden, wo sich gerade Stockholmer Restaurant mit Ihren Spezialitäten bei Live-Musik zeigen, hier ist natürlich mächtig was los. Wir bekommen von diesen Wohlgerüchen Appetit, können es aber unserem Budget nicht zumuten und kehren zu einem Superschmaus bei MC Doof ein, wo wir auch satt werden. Waren dann kurz vor dem Regen der um 00:30 h kam zu Hause bei unseren Mobilen, mal sehen, was der morgige Tag einbringt.

 

Weiter Teil II

Schweden 1999GöteborgStockholmMotalaSt : AnnaVästervikVimmerbyMariannlundKalmarVäxjöBolmensjön

Schwedentour 1999 mit unserem 12m Gespann, Ducato und Wohnwagen

Freunde von waren immer begeistert von unseren Urlaubserzählungen aus Schweden. Im Herbst 1998 machten wir den Vorschlag, das wir sie mitnehmen könnten, indem Sie sich einen Wohnwagen mieten. Für mich war es zwar das erste mal mit einem so großen Gespann zufahren, aber das würde wohl gehen.

Die Reise wurde geplant, der Wohnwagen gemietet und so konnte es dann ende Mai endlich losgehen.

Kiel Exerzierplatz