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15.05.02
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Gegen 15:50 kommen wir von zu Hause los, in Handewitt wird noch einmal zwischen getankt. Dann
geht es auf direktem Weg nach Frederikshavn. Kurz davor tanken wir noch einmal voll, da der Sprit in Norwegen und Schweden weitaus teurer ist. Um 21:00 waren wir am Fährhafen. Leider sind wir nicht mehr aufs Gelände
raufgekommen, daher verbrachten wir die Nacht auf dem lauten Parkplatz nebenan
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16.05.02
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Um 07:00 ging es aus den Betten und nach dem Frühstück zum Einschiffen. Die Fähre legte um 10:10 ab ! Wir hatten eine gute
Überfahrt mit lauer See, und genossen die Fahrt durch den Oslofjord. Die Stena Saga legte um 18:30 in Oslo an. Wir versuchten einen Parkplatz in der verwirrenden City zu finden, leider vergebens und so entschlossen
wir uns, die Fahrt nach Hamar fortzusetzen. Unterwegs quälte uns der Hunger, so dass wir erst einmal auf einem Rastplatz an der E6 Susi's super Tomatisuppe verspeisten. Gegen 21:00 ging die Fahrt weiter Richtung
Elverum, leider konnten wir dort keine Übernachtungsmöglichkeit finden. Kurz vor Rena fanden wir einen netten Parkplatz

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17.05.02
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Wir sind gegen 15:45 los auf Fjällwanderung, wir suchten uns eine Tour aus, die nicht so schwer sein sollte. Die Tour ging am
südlichen Ende vom Grövelsjön über eine Brücke des Flusses westlich ein Stück ins Fjäll. Über Bohlen, die über die feuchten Passagen gingen, wanderten wir dann weiter südlich. Ich wunderte mich schon warum Susanne
und Waltraud auf einmal stehen blieben und unter den Bohlen am suchen waren. Ein kleiner süßer Wildhamster war auf der Flucht und hatte sich dort vor uns versteckt. Zum Glück konnte ich ihn mit der Kamera aufnehmen.
Ein paar Minuten weiter hört ich dann ein aufgeregtes Pfeifen, zuerst dachte ich es wäre ein Vogel, aber nein ! Ein kleiner Hamster baute sich drohend vor mir auf und kam auf mich zugerannt, überquerte dabei einen
kleinen Bach und rannte dann an mir vorbei und verkroch sich wieder unter einer Bohle. Für uns drei war es das erste mal, dass wir diese putzigen Tierchen in freier Wildbahn gesehen haben. Der Weg war teilweise
überschwemmt. Teilweise mussten wir kleine Umwege machen, damit wir keine nassen Füße bekamen. Eindrucksvolle Einsamkeit faszinierte uns. Die eigentlich von uns geplante Route fanden wir nicht,
so mussten wir einen Umweg machen. An der Strasse angekommen, überquerten wir wieder den Fluss auf östlicher Seite zur Störhyttan und gingen dann ein Stück die Strasse rauf, die direkt am Fluss entlang führte. Der Wanderweg ging dann zum Fluss runter, nach 300 m drehten wir um, da diese Passage auf Grund der hohen Feuchtigkeit nicht passierbar war. Es ging dann wieder zurück auf die Strasse und wir quälten uns bergauf gegen den starken und sehr kalten Wind. Am Wohnmobil angekommen, stellten wir fest, das es draußen gerade mal 2 Grad kalt war.

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18.05.02
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Wir wurden unsanft vom Sturm geweckt, obwohl das Wohnmobil auf den Stützen stand, sind wir etwas durchgeschüttelt worden.
Außentemperatur um 07:00 Uhr waren 0°C. Die Fahrt sollte uns nach Idre führen. Bei der Abfahrt hatten wir sogar leichtes Schneegrieseln auf ca. 800 hm, um so niedriger wir kamen, um so wärmer wurde es. Leider war
kein Elch zu finden, der die Strasse überqueren wollte. Dafür hatten wir aber das seltene Glück ein Auerhahnweibchen zu sehen, das hastig die Strasse querte. Wir kamen gegen 09:50 Uhr in Idre an, leider hatten noch
alle Geschäfte in dem Ort zu, so dass wir noch einmal zum Idrefjäll hoch gefahren sind. Dort ist alles auf Winter eingestellt, aber da kein Schnee mehr liegt, ist dort oben Totenstille, wie eine Geisterstadt. Zurück
in Idre wurde erst einmal eingekauft und ein bisschen gebummelt. Wir sind wohl doch ein bisschen zu früh in der Saison, weil alle Sportgeschäfte noch geschlossen hatten, bzw. gerade am umräumen waren von Winter- auf
Sommerartikel. Im Ort waren es um die 10°C bei blauen Himmel.
Unsere Fahrt führte uns dann in Richtung Särna auf der 70, kurz vor Särna ging es dann rechts Richtung Njupeskärs. Die
Fahrt war wirklich wunderschön, beeindruckende Landschaften, unendliche Weiten von Wäldern, durch die sich die Flüsse und Feuchtgebiete schlängeln. Von der 70 bis nach Njupeskärs sind es 29 km. Irgendwo überquerten
wie einen Fluss, wo sich Kanufahrer gerade ein Lager aufgebaut hatten, sie saßen dort mit Gitarre und feierten Ihr Wochenende. Kurz vor Njupeskärs entsteht im Moment ein kleines Touristenzentrum. Njupekärs
Vattenfall ist der höchste schwedische Wasserfall, wo das Wasser in Fontänen von 97 m in die Tiefe stürzt. Vom Parkplatz aus sind es 2 km Wegstrecke, die wirklich wunderbar präpariert ist. Kurz vor dem Wasserfall
befindet sich eine traumhaft gelegene Hütte, die wohl als Wetterhütte für Fjällwanderer dient, von dort aus kann man den ersten traumhaften Anblick auf den Wasserfall erhaschen. Ein Stückchen weiter führen
Holztreppen und Holzwege direkt vor den Wasserfall, von dort aus hat man einen imposanten Anblick. Der Weg führt uns nicht auf gleichem Wege zurück, sondern durch die wundervolle Fjälllandschaft. Wir beschlossen
hier auf dem Parkplatz zu übernachten. In der Nachmittagsonne genießen wir noch einige Zeit in den Sonnenliegen vor unserem Fahrzeug.

Nach dem Essen las Susanne noch im Reiseführer, und stellte fest, dass hier auch der Rösjön in der Abendsonne sehr romantisch sein soll.
Also brachen wir gegen 19:30 Uhr nochmals Richtung Njupekärs Vattenfall auf, von dort aus sollte es dann direkt zum See gehen. Der
Abzweiger sagte, dass es von hier bis zum See 3 km sein sollten. Wir quälten uns über steile Geröllfelder und über Schneeplatten auf die
höchste Stelle des Fjäll auf über 896 hm. Die Kletterei hat viel Zeit beansprucht, so dass wir überlegten umzudrehen, da wir sonst den Abstieg in
der Dunkelheit hätten. Von dort oben hatten wir einen traumhaften Ausblick auf die Gegend, dabei genossen wir die Abendsonne. Anschließend ging es den selben weg wieder zurück.
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19.05.02
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Nach einem reichhaltigen Frühstück wurden die Sachen gezurrt und es ging nach Älvdalen, zuerst kamen wir durch Särna durch. Ein
kleines Städtchen, wo zu dieser Jahreszeit noch nichts los ist. Wir genossen die Fahrt nach Älvdalen, es waren ungefähr 80 km, aber gerade mal zwei Autos trafen wir. In der Nähe vom Asen Staudamm sahen wir die
ersten Wohnwagengespanne stehen, kurz vor Asen direkt an einem kleinen Nebensee ohne Verbindung zum Stausee des Osterälvdalen. Weiter ging es dann direkt nach Älvdalen, dort bewunderten wir die Fliegenfischer, die
im Fluss standen und angelten. Nach kurzer Zeit kamen wir auf dem Campingplatz an, die offizielle Anmeldung hat auch noch zu. Direkt nebenan liegt das Älvdalen Fiskecenter, wo wir einchecken und uns über die
Anglermöglichkeiten schlau machen. Erstmal ging’s unter die Dusche, das Mobil wurde entsorgt und versorgt. Carsten holte sich im Fiskecenter eine Wochenkarte für die Region. Zuerst genossen wir die Mittagssonne bei
21°C. Carsten rüstete sich für das erste Mal zum Fliegenfischen. Dann ging’s direkt über den kleinen Wall hinter dem Wohnmobil in den Seitenarm des Älvdalen. Die ersten Fliegenfisch-Wurfversuche wurde unternommen
und waren ganz erfolgreich. Anschließend wurde lecker gegrillt und ein bisschen von Carsten zu tief ins Glas geschaut. Da Carsten gegrillt hatte, haben die Frauen den Abwasch übernommen. Dafür wollte er noch
ein bisschen zum Angeln, Susanne und Waltraud machten einen Spaziergang. Beim Werfen der Fliegenschnur rutschte Carsten aus und machte den ersten Badeversuch in diesem Jahr. Die Frauen belächelten dieses nur. Keinen
Fisch, aber nasse Klamotten.

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20.05.02
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Wieder lächelt uns die
Sonne an, wir entschlossen uns eine Fahrradtour zu unternehmen. Es ging Richtung Rot, dann auf der südlichen Uferseite des Osterälvdalen entlang Richtung Asen. Dort beschauten wir uns den gewaltigen Staudamm. Auf der Rücktour nach Älvdalen bemerkten wir einige Stellplätze, wo Angler direkt am Fluss mit Ihren Wohnwagen standen. Wir fuhren zum Campingplatz zurück, bezahlten und machten uns auf den Weg zu diesen Stellplätzen. Bei einem abendlichen Lagerfeuer direkt am Fluss ging dieser wunderschöne Tag zu Ende.

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21.05.02
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Mit Vogelgezwitscher wachten wir an unserem 15.ten Hochzeitstag auf, Waltraud überraschte uns mit einem Päckchen Mon Cherie und
einem kleinen Strauß wilder Stiefmütterchen. Zum Frühstück gab es Champagner, eigentlich fehlte nur noch der Lachs, aber Susanne sagte schon am frühen Morgen: Ich wünsche dir, das du heute etwas schönes aus dem
Fluss ziehst !
 Wir verließen den Stellplatz Richtung Rot, weiter Richtung Sveg. Eine traumhafte Landschaft direkt am Rotälven entlang sollte uns nach
Navardalen führen. Dort angekommen, fanden wir leider nur ein verlassenes Gebäude vor. Wir hatten uns auf eine abendliche, selbst
eingeheizte Sauna gefreut, mit anschließenden eiskalten Bad im Navarsjön. Hier sollte es frei lebende Bären geben. Carsten versuchte sich dann
mit der Angel, leider vergebens. Der Stellplatz war auch nicht gerade schön und so beschlossen wir, weiter Richtung Trängslet. Auch hier ein
überwältigender Staudamm, wir fuhren am Auslauf des Staudamms entlang des Österälvdalen. Direkt am Fluss fanden wir einen schönen
kleinen Parkplatz ! Es gab Cappuccino und Kuchen. Susanne fragte mich, ob ich nicht noch einmal angeln möchte.Mmmmmh eigentlich war ich zu
müde, besonn mich aber einen Augenblick später, doch noch eine Spinnrute klarzumachen und ans Gewässer zu gehen.
Beim 3. Wurf mit einem bronzenen Toby 20 gr. rumste es in der Rute. Nach 10 minütigem Drill wurde eine schöne Bachforelle von 63 cm Länge und 3,6 kg gelandet.
 Danach fuhren wir wieder auf unseren vorabendlichen Stellplatz direkt am Fluss. Raus mit der Pfanne und die filetierte Bachforelle kam hinein.
Wir genossen den Abend bei leckerem Fisch und Wein, bei untergehender Sonne direkt über dem Fluss. Das Lagerfeuer brannte noch bei netten Gesprächen bis in die Nacht !

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weiter Teil II
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